Ausflug Valkenburg & Maastricht
Gemütlicher Ausflug ins Nachbarland. Ein Tag zwischen niederländischem Flair, Architektur und entspanntem Bummeln durch charmante Städte.

Ausflug Valkenburg – Maastricht – eine gemütliche Reise mit niederländischem Flair.
Manchmal gibt es Reisen, nach denen es scheint, als hätte die Welt für einen Moment den Atem angehalten. Gestern, am vorletzten Tag des Herbstes, als die Luft bereits leise vorweihnachtlich glitzerte, machte sich unsere Gruppe von Ukrainer:innen, die in Köln und Umgebung leben, auf eine Reise, organisiert vom Verein Roksolana – wie ein kleines Ritual der Wärme mitten im großen Trubel des Lebens.
Zuerst ging es nach Valkenburg – eine Stadt, die ihr Wunder nicht auf den Plätzen, sondern unter der Erde verbirgt. In den märchenhaften Höhlen, wo das Licht sanft über die Wände gleitet, entsteht ein anderes Weihnachten – still, warm, als bewahre es ein altes Geheimnis. Wir schlenderten durch enge Gänge, umhüllt vom Duft von Zimt und heißer Schokolade, und bei jedem Schritt spürte man die unergründliche Sanftheit einer Welt, die plötzlich freundlicher wurde. Und wir alle, Erwachsene, die längst gelernt haben, stark zu sein, fingen plötzlich wieder an, an Wunder zu glauben.
Dann ging es weiter nach Maastricht. Eine Stadt, in der die Lichter bereits so leuchteten, als hätte jemand unsichtbar den Himmel mit goldenem Spitzenwerk verziert. Der Herbst verabschiedete sich langsam und machte Platz für den Winter in all seiner vorweihnachtlichen Pracht. Wir schlenderten durch Gassen, die nach Kaffee und festlichen Träumen dufteten, und jeder Ton, jedes Licht schien Teil eines sanften Films zu sein, in dem die Figuren niemals hetzen, weil sie wissen: Das Wichtigste ist der Moment, der im warmen Licht erstrahlt.
Und auch wenn sich die Orte ändern und die Zeit immer unbarmherzig ist, bleibt etwas sehr Kostbares in solchen Reisen. Wenn Ukrainerinnen, die gezwungen sind, weit von zuhause zu leben, plötzlich spüren: Zusammen fällt das Atmen ein wenig leichter, das Leben ein wenig wärmer, und selbst ein kalter Wintertag ein wenig heller wird.
Man möchte nur dieses zerbrechliche, durchsichtige Gefühl bewahren – damit es uns alle wärmt, wenn der Dezember endgültig Einzug hält.